Klimakrise, Artensterben und zunehmende Extremwetter machen auch vor unserem Landkreis nicht halt. Gemeinsam mit den Menschen in unserer Region setzen wir uns für eine lebenswerte, klimafeste und artenreiche Zukunft im Landkreis Eichstätt ein.
Klima-Anpassung ist kein Zukunftsthema mehr es ist jetzt notwendig. Wir möchten, dass unsere Landkreisbewohner*innen sicher leben können. Deshalb wollen wir für den Landkreis verschiedene Schutzmaßnahmen erstellen (u.a. im Falle von Hochwasser, Waldbrand und Wasserknappheit) und diese jährlich mit Groß- und Kleinübungen erproben.
Auenflächen möchten wir als natürlichen Hochwasserschutz ausweiten. Um die Menschen in unseren Gemeinden vor Starkregen und Sturzfluten zu schützen, brauchen wir klar festgelegte Verdachtszonen, bauliche Schutzmaßnahmen und einen wirksamen Katastrophenschutz. Jeder Quadratmeter renaturierte Moorfläche ist wertvoll, denn Moor speichert 5-mal mehr CO2 als Wald und 500-mal mehr als Ozeane. Zudem können diese Flächen Klimaschäden aktiv unterbinden. Diesen Schatz haben wir direkt vor der Haustür und möchten ihn schützen. Deshalb wollen wir weiter Geld in den Bodenerwerb setzen, um langfristige Renaturierung zu ermöglichen.
Auch auf die zunehmende Waldbrandgefahr möchten wir mit regelmäßigen Übungen, einem entsprechenden Netzwerk und der aktiven Einbindung der Bevölkerung vorbereitet sein. U. a. wären hier Informationskampagnen zu „Wie verhalte ich mich bei Warnsystemen (Waldbrand, Wasserknappheit, Überschwemmung oder Hitze)“ für die Bürger*innen zu erarbeiten.
Unsere Städte und Gemeinden möchten wir klimagerecht gestalten: Mit Schatten, Wasser und naturnaher Begrünung von Baugebieten, Schulparkplätzen, Pausenhöfen, öffentlichen Gebäuden und Freiflächen. So wollen wir einerseits die Lebensqualität erhöhen und andererseits die Menschen und ihre Häuser vor Hitze und Starkregen schützen. Dabei setzen wir auf sinnvolle Nachverdichtung statt Flächenfraß und Flächenversiegelung. Ferner müssen Maßnahmen ergriffen werden, um wertvolles Regenwasser zu sammeln und zu speichern, so dass dieses für Trockenphasen zur Verfügung steht. Das Frischwasser im Bereich der Quellen muss geschützt und die Verschwendung von Trinkwasser vermieden werden.
Wir wollen Fließgewässer wie die Altmühl und die Schwarze Laber und deren Nebengewässer in Teilbereichen renaturieren, um Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Den Biber möchten wir als Teil des natürlichen Ökosystems einbinden und mit geschützten Nisthilfen unterstützen. Klimaschutz beginnt vor Ort. Deshalb wollen wir das Werkzeug der EMAS-Zertifizierung nutzen, um die Verwaltung des Landkreises sowie kommunale Unternehmen zu nachhaltigem Handeln zu verpflichten.
Konkret wollen wir im Landkreis Eichstätt:
- EMAS-Zertifizierung des Landkreises sowie von Landkreisunternehmen
- Konzepte für den Moorschutz vorantreiben
- Hochwasser-Schutzkonzept und Entsiegelung von geeigneten Flächen in allen Kommunen
- Ortskerne klimagerecht anpassen
- Altmühl und Laber und deren Nebengewässer in Teilbereichen renaturieren
- den Biber ins Ökosystem einbinden
- naturnahe Begrünung überall schaffen