Stammtisch „Triff deine/n Stadträt/in“ des Ortsverbands der Grünen Eichstätts

Windkraft und Hofmühlbrücke lockten viele betroffene BürgerInnen zum Format „Triff deine/n Stadträt/in“zum Stammtisch des Ortsverbands Bündnis 90/DIE GRÜNEN ins Gutmann.

Nach einer kurzen Interessensabfrage standen vier Themen auf dem Zettel: Windkraft, Hofmühlbrücke, Innenstadt(belebung) und Verkehr.

Windkraft

Zum Thema Windkraft waren es vor allem Buchenhüller BürgerInnen, die den Stadträt/innen Klaus Bittlmayer und Susanne Reuter ihre Sicht auf den Teilflächennutzungsplan der Stadt bezüglich des Baus möglicher Windkraftanlagen darlegen wollten. Es wurden einige Argumente ausgetauscht, von denen die Stadträt/innen neue Informationen für ihren Entscheidungsprozess mitnehmen konnten.

Den BuchenhüllerInnen ist folgendes wichtig:

  • Sie sind nicht gegen Windkraft; es gab auf früheren Plänen der Teilflächennutzung eine ausgewiesene Fläche im Norden, die für die BürgerInnen grundsätzlich in Ordnung wäre.
  • Der jetzige Plan sieht vor, dass mögliche Windkraftanlagen im Südwesten von Buchenhüll stehen würden. Durch diese Lage befürchten die BuchenhüllerInnen Lärmbelastung, da der Wind meist aus dieser Richtung kommt und Buchenhüll im Tal liegt.
  • Es gibt im Landkreis bereits Windkraftanlagen bei Sornhüll; durch eigene Messungen haben die BuchenhüllerInnen an einigen Tagen Lärmbelastung festgestellt, die teilweise sogar über dem Grenzwert lagen.
  • Sie fühlen sich von OB und einigen Stadträt/innen nicht gehört oder ernstgenommen. Ihre beim OB vorgetragenen Bedenken und Lösungsansätze wurden bei der letzten öffentlichen Stadtratsitzung nicht vorgestellt.

Wir möchten gerne an diesem Thema dranbleiben, um möglichst eine Lösung zu finden, die für alle BürgerInnen annehmbar ist.

Hofmühlbrücke:

Stand jetzt:
Die Brücke, die die Schamerau mit dem Bahnhofhalt Rebdorf/Hofmühle verbindet, wird durch eine Behilfskontruktion vom THW gesichert. Sobald die Brücke nicht mehr begehbar ist, wird sie nicht mehr saniert/ neu gebaut. Es gibt die Möglichkeit, über einen Weg über die Steghäuser an die Haltestelle Rebdorf/Hofmühle zu gelangen, das würde allerdings für viele Bürger*innen einen längeren Umweg bedeuten.
Die Brücke ist laut Stadtratsbeschluss zu teuer (ca. 1,6 Mio). Das liegt wohl vor allem an den Aufliegern, auf denen die Brücke an den Ufern liegt.

Das Anliegen der Bürgerinitiative/der BürgerInnen:

  • Die Brücke soll neu gebaut werden. Mit unterschiedlichen Architekten wurden sehr viel kostengünstigere Kostenvoranschläge erstellt (ca. 300000€)
  • Sie fühlen sich durch den Stadtbaumeister nicht gehört; Obwohl eine Unterschriftenliste mit ca. 1600 Unterschriften, sowie die Kostenvoranschläge abgegeben wurden, stellte Herr Schütte fest, dass er durch die Unterlagen der Bürgerinitiative zu „keinen neuen Erkenntnissen“ käme.

Mit den Stadträt/innen wurden mehrere Argumente ausgetauscht, die für und gegen einen Neubau der Brücke stehen. Hintergrund für den Beschluss des Stadtrats war, dass kein Geld für einen Brückenneubau zur Verfügung stand.

Klaus Bittlmayer betonte, dass niemand gegen einen Neubau sei, wenn es Geld dafür gäbe. Sein Vorschlag lautete, darüber zu diskutieren einen Fachmann hinzuzuziehen, der die Kosten der Brücke nochmal unabhängig einschätzt.

Innenstadtbelebung:

Oliver Haugg sieht die Innenstadt weiter sterben und kein gutes Konzept/Initiative seitens Stadt bzw. Pro Eichstätt. Auf der Bürgerversammlung forderte er eine Evaluation der Innenstadt durch ein unabhängiges Stadtentwicklungsbüro. Diese Empfehlung wurde erfolgreich abgestimmt und soll im Stadtrat weiterverfolgt werden.

Weitere Punkte, die wir diskutiert/besprochen haben:

  • Die Stadt versucht aktuell die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern z.B. durch das Aufstellen von Bänken/Blumenkübeln.
  • Das Einführen einer Nachfolgebörse, die GeschäftsinhaberInnen schon Jahre vor der Geschäftsaufgabe helfen soll, eine/n geeignete/n NachfolgerIn zu finden.
  • Potenzial sind junge Familien – für sie sollte die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt in den Fokus gerückt werden.

Verkehr:

Hier regte Klaus Bittlmayer eine Diskussion zur autofreien Innenstadt an. Hier waren die Meinungen zweigeteilt. Während sich der eine Teil klar für eine autofreie Innenstadt aussprach, bereitete gerade den Geschäftsbetreiber/innen dies Magenschmerzen. Klar war für die inzwischen dazugekommene Stadträtin Simone Zink, dass es nicht das richtige Zeichen für eine hohe Frequentierung der Eichstätter Innenstadt sei, wenn man dort drei Stunden parken könne.

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